[PORTRAIT] Bill Bruford

Bei Yes: Schlagzeuger 1969 - 1972 / 1991 - 1992
Instrumente: Schlagzeug, Perkussion & Mellotron
Geburtsdatum: 17.05.1949
Geburtsort: Sevenoaks (Kent)
Aktueller Status: Im Ruhestand
Ehemalige Bands: ABWH, King Crimson, Genesis, UK, Earthworks
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JJG
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[PORTRAIT] Bill Bruford

Beitrag von JJG » Fr 28. Aug 2009, 12:53

Bill Bruford – Der Gentlemanschlagzeuger

Wenn man Berichte über den Artrock, Fusion oder überhaupt der Rock oder Jazzszene schreibt, kommt man an seiner Person nicht vorbei. Wie sein Stil von Musikern wie Art Blakey oder Max Roach beeinflusst war, so hat sein Spiel viele andere Schlagzeuger geprägt.
Das hat sich bis in die heutige Zeit erhalten. So sprechen Leute wie Nick D` Virgillo (Spock’s Beard) oder auch Mike Portnoy (Dream Theater) ehrfurchtsvoll von seinem Namen. Damit stehen Sie natürlich auch nicht allein.

Als Drummer für Yes war er eine echte Bereicherung. Für Ihn waren Yes die „Vocalband“ bei der er Jazzschlagzeug spielen konnte. So wie die Mitglieder der Band Ihn beeinflusst haben, so hat er ihnen seinen Stempel aufgedrückt und sie zu Höchstleistungen angespornt. Das gipfelte im Album „Close To The Edge“, dann wandte er sich aber neuen Zielen zu.

Für seine „Nachfolgeband“ King Crimson wurde er dann nicht nur der Mann der die „Stöcke und Besen“ in der Hand hielt, sondern er hat auch deren Köpfe „gewaschen“ und sie für neue Herausforderungen motiviert. Viele sprechen bei der sogenannten „Red-Phase“ als einer der einflussreichsten Jahre. Für mich selbst hat diese Platte („Red“) nicht diese Bedeutung.

Als auch diese Episode vorbei war, wurde er von Phil Collins für Genesis engagiert. Collins kannte seinen Stil, weil er selbst Anfang der Siebziger mal bei Yes einsteigen wollte (Bruford wollte sein Studium fortsetzen). Wichtige Tondokumente sind beispielsweise die Liveversion von „The Cinema Show“ von Doppelalbum „Seconds Out“.

Zwischendurch war er für viele Künstler ein willkommener Gast für deren Alben. Eine vollständige Liste aufzuführen wäre aufwändig. So seien hier neben vielen Soloplatten von Yes - und King Crimson – Mitgliedern noch Roy Harper oder auch Al Di Meola genannt.

Sein Weg führte über weitere Stationen wie UK, oder einer Neuauflage von King Crimson, zu seiner „eigenen“ Band. So entwickelte er sie (Bruford) in den 80zigern hin zu „Bill Bruford Earthworks“ und im neuen Jahrtausend auch zu „Brufords Underground Orchestra“.

Bill Bruford sieht sich selbst nicht als muskel-starker Drummer sondern eher als filigraner Polyrhythmiker. Seine Erfahrungen gibt er auch an junge Musiker in seiner eigenen Band oder als Lehrer für die Kinder seiner Freunde wie Dylan Howe weiter.

Hörtipps :

- Bruford – One Of A Kind
- Earthworks – A Part, And Yet Apart
- Bruford/Towner/Gomes – If Summer Had Its Ghosts
"We are truth made in heaven, we are glorious" (Anderson/Stolt 2016)

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Re: [PORTRAIT] Bill Bruford

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