Tangerine Dream

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Aprilfrost
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Tangerine Dream

Beitrag von Aprilfrost » Mo 11. Jun 2012, 19:50

Einen kurzen Artikel über Tangerine Dream (TD) zu schreiben ist alles andere als einfach. Bereits 1967, also vor 45 Jahren (!) wurde die Elektronic-Band von Mastermind Edgar Froese gegründet. Nach vielen personellen und stilistischen Wechseln ist er der einzige, der durchgehend zur Band gehört(e). Dass TD mit Edgar Froese nicht identisch ist, davon zeugen seine zahllosen Solo-Alben. Die Musik von TD ist immer ein gemeinsames Produkt unterschiedlicher Musiker.

Vor ihrer Zeit der überwiegend elektronisch erzeugten Klänge war TD eine Rockband mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Saxophon, Flöte und Geige. Nicht gerade die klassische Kombination von Instrumenten zur Zeit von Flower Power und grundsolider Rockmusik. Bereits 1969 stieg Bassist Herkenberg aus, woraufhin die anderen TDs mit wechselnden Musikern durch die Republik tourten. Dann ergab sich der Glücksfall, dass der Schlagzeuger Klaus Schulze zur Band stieß. Mit ihm und Conrad Schnitzler nahm Froese das Album „Electronic Meditation“ auf (1970). Die Musiker gaben sich die Klinke in die Hand, bis mit Edgar Froese, Christopher Franke und Peter Baumann eine Besetzung über einen längeren Zeitraum Bestand hatte. (Baumanns zwischenzeitliche eher kurzen Pausen sollen hier mal vernachlässigt werden.) Mit dieser Formation entstanden so wegweisende Alben wie „Phaedra“, „Ricochet“ oder „Stratosfear“.

Bild


1977 ging Baumann dann endgültig, und für „Cyclone“ wurden Steve Jolliffe und Klaus Krüger ins Boot geholt. Erstmals ist auf diesem TD-Album Gesang zu hören, was von den Fans unterschiedlich angenommen wurde. Zwischen 1983 und 1985 (und darüber hinaus) nahm TD mehrere Soundtracks auf. 1988 verließ dann auch Christopher Franke die Band, um sich seiner Solokarriere als Soundtrack-Komponist zu widmen. (Sci-fi-Freunden ist er von der Serie „Babylon 5“ her bekannt.) Inzwischen hatte sich bereits Paul Haslinger als festes Bandmitglied etabliert. Er blieb bis 1990.

Auf den frühen LP-Covers war immer – meist klein und schwarz-weiß – das Bild eines kleinen Jungen eingescannt. Es handelt sich um den Sohn von Edgar und Monique Froese (die nebenbei wundervolle Cover entwickelte) Jerome. Dieser junge Mann war 1989 alt genug, um als Gitarrist bei TD einzusteigen. Jerome und Edgar gründeten 1996 ihr eigenes Plattenlabel TDI. Zeitweise hielten sie die Band als Duo am Leben.



Tangerine Dream sind bis heute ungeheuer produktiv geblieben, wovon ihre umfangreiche Diskographie zeugt. Neben Live-Auftritten spielten sie weiterhin sowohl eigenständige als auch Soundtrack-Alben ein. Der Themenkatalog erstreckt sich von Dantes Göttlicher Komödie über die Chinesische Mauer und die Mars Expedition Mars Polar Lander bis hin zu einer Hommage an Syd Barrett.

Es gäbe noch viel zu Tangerine Dream zu schreiben, aber der Thread ist noch kurz. Man kann also noch viel ergänzen. Bei einem derart großen Output bleibt es nicht aus, dass nicht alles den Geschmack des TD-Fans trifft. (Ähnlich wie bei Rick Wakeman). Doch ist das Tangerinen-Universum groß genug, dass man sich seine Früchte herauspflücken kann und den Rest anderen Hörern überlässt.
Zur Diskographie sei auf den umfangreichen Wikipedia-Artikel verwiesen. Das Übernehmen in diesen Thread würde den Rahmen sprengen.

WIKIPEDIA: http://de.wikipedia.org/wiki/Tangerine_Dream
HOMEPAGE: http://www.tangerinedream-music.com/
FACEBOOK: https://www.facebook.com/TANGERINEDREAM ... AL?sk=wall
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Re: Tangerine Dream

Beitrag von nixe » Sa 31. Jan 2015, 08:17

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Klangwald 1972-11-25
Cologne WDR-Sendesaal, Germany
[bbvideo=360,250]https://www.youtube.com/watch?v=way0VYbTYYQ[/bbvideo]
[bbvideo=360,250]https://www.youtube.com/watch?v=Cnccr27Xkaw[/bbvideo]
Bild
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Re: Tangerine Dream

Beitrag von nixe » Sa 31. Jan 2015, 08:32

1973 Atem
BildBild
Besetzung:
Edgar Froese Melltron, Gitarre, Orgel, Stimme
Christoph Franke Orgel, Synthesizer, Percussion, Stimme
Peter Baumann Orgel, Synthesizer, Klavier
Tracklist:
1. Atem 20:24
2. Fauni Gena 10:45
3. Circulation of Events 5:49
4. Wahn 4:29
Gesamtlaufzeit 41:27
[bbvideo=360,250]https://www.youtube.com/watch?v=p7dkL_JHWSU[/bbvideo]
Jochen Rindfrey:
"Atem" steht musikalisch noch in der Tradition der beiden Vorgänger, "Zeit" und "Alpha Centauri". Allerdings macht sich auf "Atem" bereits eine stärker melodieorientierte Komponente bemerkbar. Auf weiten Strecken herrscht aber immer noch die völlig rhythmus- und strukturfreie Kosmische Musik der beiden genannten Alben vor.
Das Titelstück wird von mächtigen Paukenschlägen und donnerndem Mellotron eingeleitet, wandelt sich dann aber rasch in einen typischen Vertreter Kosmischer Musik. "Fauni Gena" schlägt dann ganz neue Töne an. Über elektronisch nachempfundenen Geräuschen eines tropischen Regenwaldes spielt das Mellotron eine elegische Melodie, wobei zunächst Flöten-, dann Streichersounds verwendet werden. "Circulation of Events" ist dagegen wieder völlig ohne erkennbare Melodie oder Rhythmus.
Das abschließende "Wahn" ist offenbar im Zustand desselben entstanden, besteht es doch weitgehend aus wilden Urschreien und furiosem Schlagwerk. Ein reichlich bizarres Stück.

Achim Breiling:
"Atem" war die letzte Produktion der Tangs für Rolf-Ulrich Kaiser und das Ohr-Label. Eigentlich hätte Kaiser die Berliner ja gerne für sein neues Label Kosmische Kuriere verpflichtet, doch hatten Froese und Kollegen offenbar genug vom kosmischen Zirkus (obwohl Froese daran eine nicht geringe Eigenschuld trug - siehe "Alpha Centauri"). Tangerine Dream unterschrieben daraufhin einen Vertrag mit dem britischen Virgin-Label, auf dem dann ihre klassischen Alben der 70ger Jahre erscheinen sollten.
In der Tat stellt "Atem" so etwas wie einen Abschluss dar. Das Album ist wohl das letzte Krautrockalbum der Tangs, das letzte mit experimenteller, ja "kosmischer" Musik. Der Großteil des Albums bietet das methaphysische Klangblubbern, -wabern und -schweben, dass schon "Zeit" bestimmt hat, wenn es auch um einiges abwechslungsreicher und farbiger daherkommt. "Atem" ist das erste Album von Tangerine Deam, in dem Froese ein Mellotron einsetzt, was für klangliche Abwechslung und Fülle sorgt. Im Titelstück, in "Fauni Gena" (angefüllt mit elektronischem Vogelzwitschern) und in "Circulation of Events" geistern die Sounds ducheinander, fließen strukturlos und weitestgehend ohne Rhythmus dahin, wie - dem Titel entsprechend - das langsame Ein- und Ausatmen eines gewaltigen, dahindämmernden lebenden Organismus. Nur in den ersten 7 Minuten von "Atem" geht es etwas mehr zur Sache. Franke bedient hier noch einmal ein Schlagzeug, und Synthesizer und Mellotron erreichen eine dröhnede Klangfülle. Auch das abschließende "Wahn", ein bizarres Konglomerat aus Stimmexzessen, Mellotronschüben und hallendem Schlagzeug, schlägt aus dem kosmischen Rahmen.
"Atem" stellt somit einen Endpunkt in der Entwicklung von Tangerne Dream dar. Mit dem ersten Album für Virgin ("Phaedra") liess die Band dann die krautig-experimentelle Welt ihrer ersten vier Alben hinter sich und wandte sich langsam eher glatten Sphärenklängen zu.

the DeutschlandHalle performance
Bild
[bbvideo=360,250]http://www.dailymotion.com/video/xo23gg_tangerine-dream-the-deutschlandhalle-performance_music[/bbvideo]
[bbvideo=360,250]https://www.youtube.com/watch?v=rwKKdG6YncY[/bbvideo]
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Re: Tangerine Dream

Beitrag von nixe » Sa 31. Jan 2015, 08:53

1974 improvised!
BildBildBildBildBild
BildBild
[bbvideo=360,250]https://www.youtube.com/watch?v=hUVARxGLOzU[/bbvideo]
A legendary, high quality mixing board FM broadcast of Tangerine Dream from Reims Cathedral, France on Dec. 13, 1974. This upload is from the double silver disc bootleg "Live! Improvised!" Also on the bill was Nico, Cale and Eno, with Mike Oldfield, so a stellar night was had by all. Members included Froese, Franke and Baumann.
Enjoy - this is a great one.
Reims - Improvised 1 (47:27)
Reims - Improvised 2 (37:43)
Encore One (14.08) omitted
Encore Two (20.55) omitted
On 13th December, Tangerine Dream gave a spectacular concert at the cathedral in Reims in France. The atmosphere in this gothic church enlightened by candles was the perfect background for the music of Tangerine Dream. The music, which was performed by Froese, Franke and Baumann who sat almost motionless in the semi-darkness in front of their electronic altars, created a mysterious religious mood. A lot of people made a 'pilgrimage' to this event, and the cathedral with seats for approximately 2,000 people, had to make room for about 5,000 people that day! This of course did not go by unnoticed, and afterwards this old Catholic cathedral was left in a minor chaos!
Froese: "It was a terrible situation. People couldn't move, they had to piss up against the walls. You can imagine the mess by the end of the concert. What's more, we got the blame for it!" (Melody Maker, 8th October 1994)
The consequence was that the Pope Paul VI sent out a bull of ex-communication, which banned Tangerine Dream from ever performing in a Catholic church anywhere in the world in the future. This sort of ban is not something that happens to you every day and of course it created a lot of publicity at that time. Both in private and on stage the band have always been very withdrawn and they have never been surrounded by any rock-star status, so here was finally something for the public eye to dig into. The ban might be lifted now, but the event is something that often gets mentioned when someone in the media is doing a fast review of Tangerine Dream's career.
The concert was by the way broadcast on the radio and the music played is very typical of Tangerine Dream at this point -- a lot of improvisation -- based on long floating soundscapes - played in the minor tone colours. © 1999 by Kent Eskildsen
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Re: Tangerine Dream

Beitrag von nixe » Sa 31. Jan 2015, 08:59

nebulus dawn
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Tracklist:
Electronic Meditation

1-1 Genesis 5:57
1-2 Journey Through A Burning Brain 12:32
1-3 Cold Smoke 10:49
1-4 Ashes To Ashes 3:58
1-5 Resurrection 3:21
Alpha Centauri
1-6 Sunrise In The Third System 4:21
1-7 Fly And Collision Of Comas Sola 13:23
1-8 Alpha Centauri 22:04
Zeit
2-1 Birth Of Liquid Plejades 19:50
2-2 Nebulous Dawn 17:52
2-3 Origin Of Supernatural Probabilities 19:32
2-4 Zeit 16:58
Ultima Thule
3-1 Ultima Thule Part One 3:22
3-2 Ultima Thule Part Two 4:12
Atem
3-3 Atem 20:24
3-4 Fauni Gena 10:45
3-5 Circulation Of Events 5:49
3-6 Wahn 4:29
Lady Greengrass / Love Of Mine
3-7 Lady Greengrass 2:43
3-8 Love Of Mine 3:02
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Re: Tangerine Dream

Beitrag von nixe » Sa 31. Jan 2015, 09:14

The Analogue Space Years
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Veröffentlicht am 1. Jan. 1998
Länge: 10 Titel Laufzeit: 124:32
1st set:
1 Ashes To Ashes 3:59
2 Ziet 17:01
3 Atem 20:30
4 Green Desert 19:29
5 Genesis 5:58
2nd set:
1 Alpha Centauri 22:07
2 Astral Voyager 7:06
3 Wahn 4:30
4 Circulation Of Events 5:53
5 Nebulous Dawn 17:59
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Re: Tangerine Dream

Beitrag von nixe » Sa 31. Jan 2015, 09:19

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Tangerine Dream – The Bootleg Box-Set Vol 1 announced
Coming up via Esoteric Recordings/Cherry Red is a Tangerine Dream live 7CD box set “The Bootleg Box Set Vol. 1″ holding 5 live bootleg concert recordings.
The newly remastered material covers 5 concerts recorded between 1974 and 1976. The set featured were recorded in Sheffield (1974), London (1975), Croydon (1975), Bilbao (1976) and Berlin (1976).
Unavailable from some years, the Esoteric Reactive edition of volume one of “The Bootleg Box” has been re-mastered from new master sources and includes a fully illustrated booklet with a new essay.
Release date 26th November 2012
- See more at: http://louderthanwar.com/tangerine-drea ... ppJjR.dpuf
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Re: Tangerine Dream

Beitrag von nixe » Sa 31. Jan 2015, 09:38

Das waren also die Analogue Space Years, die Kraut Rock Jahre der kosmischen Kuriere!
Fazit:
Electronic Meditation ist nur was für abgebrühte Jungs, die sich durch alles beißen! :jc_hmmm:
Klaus Schulze wollte Edgar*n noch fragen, ob ihn diese Scheibe denn gefiele? Ob er es noch geschafft hat???
Alpha Centauri mein persönlicher Favorit, hier stimmt fast alles, starker sound, nur die kurzen tracks sind zu abrupt beendet. Hätte man sie doch ineinander gehen lassen & die drums schön langsam ausgeblendet, dann wäre diese Seite auch mindestens 20 min. geworden! :jc_doubleup:
Zeit braucht Zeit! Nur wer hat diese Zeit & nimmt sich dann diese Zeit auch? Es ist ja nicht damit getan, das man es einmal hört, NEIN, danach weißt Du eh nicht, was Du da eigentlich gehört hast! & wenn Du dann soweit bist & weißt was wann passiert, hast es satt, es Dir nochmal anzuhören!!! Einfach zu lang, aber eine Hymne für die, die es geschafft haben :jc_doubleup: Ich gehöre dazu!!!
Atem eigentlich garnicht soweit weg wie Alpha Centauri! aber mein erster Kontakt mit Tangerine Dream war es nunmal nicht.

Nixdestotrotz: ich find Kraut Rock Spitze :jc_doubleup:
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Re: Tangerine Dream

Beitrag von biggenerator » Sa 31. Jan 2015, 15:38

Tangerine Dream Cover zeigten oft den Sohn von Edgar Froese

Jerome Fröse

Cover-Auswahl:

Bild

http://www.jeromefroese.com/gallery_other_01.htm

Suchbild:
Wo auf dem Tangram-Cover ist das Bild von Jerome zu finden?


Bild
(Ich hab's noch nicht gefunden....) :look_gif:
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Re: Tangerine Dream

Beitrag von Aprilfrost » Sa 31. Jan 2015, 18:49

biggenerator hat geschrieben:Tangerine Dream Cover zeigten oft den Sohn von Edgar Froese

Jerome Fröse

Cover-Auswahl:

Bild

http://www.jeromefroese.com/gallery_other_01.htm

Suchbild:
Wo auf dem Tangram-Cover ist das Bild von Jerome zu finden?


Bild
(Ich hab's noch nicht gefunden....) :look_gif:

Google hilft. Du findest Jerome ganz unten am Stamm des zweiten Baumes von rechts.

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Re: Tangerine Dream

Beitrag von nixe » So 1. Feb 2015, 09:17

Jetzt kommen wir zu einer Phase, wo wir alle einer Meinung sind, so denke ich!
Als Edgar erzählte, das er rein electronische music machen will, soll man ihm den Vogel gezeigt haben!
Die Geschichte hat gezeigt, daß sein Konzept aufging, wenn*s auch sein HeimatLand verpennt hat!!!
Das auf Tonträgern dokumentierte Schaffen der Elektronik Pioniere Tangerine Dream kann wie folgt unterteilt werden:
1974-83
"The Virgin Years", begannen mit den wegweisenden Tangerine Dream-Werken (Phaedra, Rubycon), die die "Berliner Schule" der elektronischen Musik begründeten. Nach dem Weggang von Peter Baumann begann 1977 die Zeit der Neuorientierung. Nach "Cyclone", einer progrockigen LP mit Gesang und Schlagzeug, kam "Force Majeure", eine damals vergleichsweise orientierungslos wirkende Duo-Platte von Froese und Franke, die sich von dem Schlagzeuger Klaus Krieger begleiten ließen. Das mit dem Neuzugang Johannes Schmoelling und unter Verwendung des digitalen Instrumentariums aufgenommene Album "Tangram" zeugte von der wiedergewonnenen Form, wobei allerdings das Symphonisch-Verträumte straffer gestalteten Stücken weichen musste. Die leicht zugänglichen und kompakten Studioalben "Exit" und "White Eagle" kamen sogar mit beinahe tanzbarer Rhythmik und mitunter popähnlichen Strukturen daher. 1983 endete für TD die Zeit bei Virgin Records, die mit dem sequencerorientierten, an die 70-er erinnernden Album "Hyperborea" abgeschlossen wurde. (Siggy Zielinski)
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Re: Tangerine Dream

Beitrag von nixe » Mo 2. Feb 2015, 06:27

1986 Green Desert (Aufnahmen von 1973,1984 bearbeitet,1986 veröffentlicht)
...für mich gehört sie in diese Phase, hört sich für mich sehr electronisch an!
Bild
BildBild
Besetzung:
Chris Franke Percussion,VCS3 Synthi,PRX II Rhythm Controller
Edgar Froese Mellotron,Guitar,Solina Strings,Mini Moog,Phaser
Tracklist:
1. Green Desert 19:25
[bbvideo=360,250]https://www.youtube.com/watch?v=4CmC2bgPYDo[/bbvideo]
2. White Clouds 5:01
[bbvideo=360,250]https://www.youtube.com/watch?v=1udKrGN7e1A[/bbvideo]
3. Astral Voyager 7:03
[bbvideo=360,250]https://www.youtube.com/watch?v=7r397QmgzIY[/bbvideo]
4. Indian Summer 6:53
[bbvideo=360,250]https://www.youtube.com/watch?v=AJ7OS2mnEZE[/bbvideo]
Gesamtlaufzeit 38:22
Siggy Zielinski:
Man schrieb das Jahr 1973. Peter Baumann (angeblich auf Nepalreise) stand zeitweilig nicht zur Verfügung (das sollte bei ihm später zur Gewohnheit werden), da nahmen Edgar Froese und Chris Franke einige Stücke auf, und zwar mit dem Hintergedanken auf diese Weise den Entscheidungsträgern (oder war es nur einer?) von Virgin Records Tangerine Dream als Vertragspartner schmackhaft zu machen.
Die vier Tracks von 1973, die Franke und Froese damals als Duo aufnahmen, wurden 1984 von Edgar Froese nachbearbeitet und unter dem Titel "Green desert" zuerst 1986 als Teil der LP-Box "In the beginning" und dann als separate Veröffentlichung der Welt präsentiert.
Das Stück "Green desert" beginnt mit synthetischem Summen und Flirren. Dieses geht in ein ebenso ausgedehntes wie getragenes Gitarrensolo von Froese über, wobei er von kreativem und treibendem Schlagzeugspiel Chris Frankes, sowie von allerlei elektronischen Sounds wie Streicher oder Chöre begleitet wird. Franke, ein damals geschätzter Schlagzeuger, soll sein Drumkit nach diesen Aufnahmen übrigens verkauft haben.Die elektrische Gitarre verstummt im weiteren Verlauf und man hört nur geschäftigtes Schlagzeug und schwebende Teppiche aus Mellotron und Synthies, bis schließlich eine von sparsamen Akkorden unterstützte lyrische Melodie einsetzt.
"White Clouds" hat eine interessante Kombination aus lebhaftem Schlagzeug und heller Synthiekulisse zu bieten. Das Stück wird von einer verhalten optimistich wirkenden Melodie durchzogen.
"Astral Voyager" wird von einem schnellen, Sequencer-ähnlichen Motiv getragen, und klingt mit seinen digital anmutenden Sounds sehr nach einer intensiven froesischen Nachbearbeitung, sprich mehr nach 1984 als nach 1973. Wenn man Froeses ausgeprägte "Verbesserungsader" kennt, so wird diese Einschätzung fast zur Gewissheit. Wie "Astral Voyager" im Original klang wird man vielleicht nie erfahren.
"Indian Summer" bietet Wellenbewegungen und verstreute Streicherakkorde, die schon wieder verdächtig modern rüberkommen. Dieses Klangbild ist von delikaten Melodielinien durchsetzt. Tja, "Astral Voyager" und "Indian Summer" sind zwar bezaubernd ausgefallen, würden aber am ehesten auf eines der beiden letzten Soloalben von Froese passen. Damit werden die nur wenig mit Aufnahmen von 1973 gemein haben.
Falls hier einer bei "recorded 1973" Etikettenschwindel vermutet, so hat er wohl nur teilweise recht : die zwei ersten Stücke sind vermutlich remixte 73er-Aufnahmen, bei den zwei letzten fällt es einem allerdings schwer, an was anderes als an spätere Froese-Soloaufnahmen zu glauben.So etwas versteht Froese wahrscheinlich unter "additional recordings", wie im CD-Booklet von "Green desert" beschrieben.
Nichdestoweniger ist die vorliegende Version von "Green desert" musikalisch interessant ausgefallen. Die Alt-Tangerine Dream-Fans dürfen hier noch die unverfälschten Schlagzeugkünste von Chris Franke bestaunen, ansonsten liegt hier mal wieder ein Beispiel für Froeses seltsamen Umgang mit Altaufnahmen vor, was in diesem Fall jedoch ziemlich überzeugende Ergebnisse gebracht hat.
Man kann hier und da nachlesen, dass diese Aufnahmen als ein Übergang zwischen schlagzeugorientertem Album "Atem" und Sequencer-dominiertem Werk "Phaedra" gesehen werden könnten. Da könnte eventuell was dran sein, kann ich nur sagen.

OK, das erklärt doch einiges!!!
Tschüß
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