Marillion

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Royale
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Marillion

Beitrag von Royale » So 16. Aug 2009, 00:18

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(Die Fish-Ära)

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(Die Hogarth-Ära)

Eine der bekanntesten und einflussreichsten Vertreter des Neo-Progs, Marillion, wurde 1979 in Aylesbury gegründet. Als Instrumentalband „Silmarillion“ gegründet besteht die Band zunächst erst aus vier Mitgliedern, bis dann 1980 mit Fish (Derek William Dick) ihr erster Sänger hinzustößt. Diese Phase ist vor allem durch Fish selbst geprägt, der mit Verkleidungen auf der Bühne und theatralischem Falsett-Gesang auf sich aufmerksam macht. Nebenbei ist Fish jedoch auch ein sehr guter Textschreiber, was ihm den Ruf als „Poeten“ einbrachte. Fish bleibt bis 1988 der Band treu und beschert ihr Hits wie „Kayleigh“ und „Lavender“.
Ersatz fand die Band im Jahr darauf in Steve Hogarth, mit dem die Bands zwar nicht mehr so erfolgreiche Alben wie „Misplaced Childhood“ veröffentlichte, aber trotzdem künstlerisch anspruchsvoll blieb. Somit hat sich Marillion neben dem offensichtlichen Einfluss der Band Genesis immer eine gewisse Eigenständigkeit erhalten und ist bis heute aktiv.
Neben Fish und Steve Hogarth sind weitere wichtige Mitglieder der Band Keyboarder Mark Kelly und natürlich Gitarrist Steve Rothery, der für seine gefühlvollen Soli bekannt ist.

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Eigentlich bin ich ja kein Fan von Neo-Prog, aber Einiges von Marillion find ich richtig gut. Dazu gehören große Teile des Misplaced Childhood-Albums sowie frühere Werke wie "Fugazi" (das Lied) oder "Forgotten Sons". Der Rest ist ganz nett (Market Square Heroes, Incommunicado, ...) bis belanglos.

Wozu ich allerdings keinen Zugang finde ist die Phase nach Fish. Während ich Fish für einen (völlig werfrei) authentischen Menschen und teilweise großartigen Sänger (und heute find ich ihn immer noch gut, obweohl es mit "damals" nichts mehr zu tun hat) halte, kann ich mir seinem Nachfolger nichts anfangen.

Mir kommt Hogarth sehr aufgesetzt vor und als "überragenden" Sänger, wie er teilweise dargestellt wird, kann ich ihn nicht sehen.


Wie steht ihr zu Marillion, was kennt/mögt ihr von der Band?


Studioalben:
Script for a Jester's Tear (1983)
Fugazi (1984)
Misplaced Childhood (1985)
Clutching at Straws (1987)
Seasons End (1989)
Holidays in Eden (1991)
Brave (1994)
Afraid of Sunlight (1995)
This Strange Engine (1997)
Radiation (1998)
marillion.com (1999)
Anoraknophobia (2001)
Marbles (2004)
Somewhere Else (2007)
Happiness Is the Road (2008)
Less Is More (2009)
Sounds That Can't Be Made (2012)
F.E.A.R. (2016)

Livealben (offiziell):
Real to Reel (1984)
The Thieving Magpie (1988)
Made Again (1996)
Anorak in the UK (2002)
Marbles Live (2005)
Early Stages – The Official Bootleg Box Set (2008)
Recital of the Script – Live at Hammersmith Odeon, 1983 (2009)
Live from Loreley, 1987 (2009)
The Official Bootleg Box Set, Vol. 2 (2010)
Leb in meiner Welt

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SOON
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Re: Marillion

Beitrag von SOON » So 16. Aug 2009, 13:12

Marillion lernte ich kennen als ich ca. 14 Jahre alt war.
Es war mir eigentlich nicht klar, dass die Musik von Marillion zu einem guten Teil aus Fremdbezügen bestand.
Trotzdem ist Marillion für mich kein Abklatsch, die Band hat was auf der Pfanne.
Nach Afraid Of Sunlight traf mich erst Anoraknophobia wieder, mit denn beiden letzten Alben habe ich mich noch nicht befasst die kommen aber auch noch an die Reihe.
Am besten finde ich die ersten 3 Alben mit Fish sowie Season's End und Brave mit Steve Hogarth.
MAKE PROG NOT WAR ! ---> ---> My 2020 Album Faves


MX 2
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Re: Marillion

Beitrag von MX 2 » So 16. Aug 2009, 14:35

Marillion habe ich vor ca. 3 Jahren kennen gelernt, mein Erstling war das Livealbum Real To Reel. Dabei war es nicht unbedingt die Stimme bzw. der Gesang vomn Fish, die mich fasziniert haben, sondern, es dürfte keinen hier verwundern, die Fender-Soli :) , die Rothery uns kredenzt 8-) . Ganz unwichtig ist der Gesang aber nicht, das wird klar durch die Tatsache, dass ich zwar durchaus einige Stücke aus der Hogarth-Ära sehr gut finde, aber der Gesang spannt doch manchmal arg an meinen Nerven, ähnlich geht es mir oft bei Michael Jackson... Marbles ist dennoch eine wirklich gelungene Scheibe, die ich ab und zu auflege, Happiness Is The Road vermag noch nicht zu überzeugen... Misplaced Childhood hingegen ist sicher die Krone des Schaffens der Band, besonders das Stück Bitter Suite hat es mir da angetan. Große Momente findet man auch auf den Vorgängern Fugazi und Scipt For A Jester's Tear. Allerdings bin ich kein so großer Freund der Band, dass ich ein Album von denen besonders missen würde ;) .

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Günes
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Re: Marillion

Beitrag von Günes » Mo 17. Aug 2009, 23:22

Marillion: first, last, always!
SGE!
Alles andere ist würg, ok, der FSV ist auch noch in Ordnung, immerhin bin ich Bornheimer und als solcher liebt man die Eintracht und den FSV. überhaupt ist Bornheim der beste Ort unter Gottes Sonne. Ihr zweifelt? Zweifelt nicht!

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Günes
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Re: Marillion

Beitrag von Günes » Mo 17. Aug 2009, 23:23

Und: ach ja, Hogarth ist der überragende Sänger!Musst nurmal richtig zuhören ;)
SGE!
Alles andere ist würg, ok, der FSV ist auch noch in Ordnung, immerhin bin ich Bornheimer und als solcher liebt man die Eintracht und den FSV. überhaupt ist Bornheim der beste Ort unter Gottes Sonne. Ihr zweifelt? Zweifelt nicht!

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Roland
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Re: Marillion

Beitrag von Roland » Mi 19. Aug 2009, 12:24

Nachdem alles was ich zu Marillion irgendwann mal schrieb nun hoffnungslos im Chaos(kee) versunken ist, auf ein Neues:
Ich lernte Marillion 1985 durch Misplaced Childhood kennen. Als langjähriger Genesis-Fan kam mir diese moderen Auflage von Genesis gerade recht, hatten diese doch seit einiger Zeit ihr Fahrwasser verlassen. Ich kaufte mir alle Marillion Alben die es bis dato gab und sammelte bis zum heutigen Tag (fast) alle Outputs von Ihnen. (Wobei einige definitiv nicht ihr Geld wert sind).
Marillion war ab sofort eine meiner Lieblingsgruppen...bis zu dem Tag als Steve Hogarth auftauchte. Das war eine schwere Enttäuschung für mich. Ich kam mit der Jammerstimme von Hogharth nicht zurecht (an dieser Stelle habe ich mich im IT-Forum mal ganz schon in die Nesseln gesetzt...wird mir hier bestimmt auch passieren, sorry Günes).
Musikalisch hat mir "Brave" auf jeden Fall gefallen und "Afraid Of Sunlight" versöhnte mich sogar vorrübergehend mit Hogarths Stimme. "Radiation" fand ich schlicht eine Frechheit, für so einen Mist kann man einem Musikhörer doch kein Geld abnehmen. "Marillion.com" und "Anoraknophobia" waren auch nicht viel besser. Die Versöhnung kam mit "Marbles" und zwar dem Doppelalbum. Das gefiel mir. Die offizielle CD war ja nur eine einfache CD, ironischerweise waren die Lieder die man gegenüber der Doppel-CD weggelassen hatte, eigentlich mit Abstand die besseren und damit schossen sie ein Eigentor, das ich nicht verstehen kann. "Somewhere Else" kaufte ich nicht, davon hat ich nach 5 Minuten an der Hörtheke genug. Und die beiden letzen? Nun, für ein paar Euro auf dem Krabbeltsich kann man sie mitnehmen. :mrgreen:

Ich denke es ist einfach rauszuhören: Ich bin Fan der Marrillion-Phase 1


BBQ.Master
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Re: Marillion

Beitrag von BBQ.Master » Mi 19. Aug 2009, 17:05

Ich habe mir gedacht "Gib Marillion eine Chance" und habe mir "Misplaced Childhood" gekauft - und gleich wieder weggelegt. Die Musik ist doch ein schlechter Witz! Der Vergleich mit Genesis zieht nur, wenn man dafür "Invisible Touch" nimmt!
"It's better to burn out than to fade away ...because rust never sleeps." - Neil Young

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Günes
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Re: Marillion

Beitrag von Günes » Mi 19. Aug 2009, 18:39

BBQ.Master hat geschrieben:Ich habe mir gedacht "Gib Marillion eine Chance" und habe mir "Misplaced Childhood" gekauft - und gleich wieder weggelegt. Die Musik ist doch ein schlechter Witz! Der Vergleich mit Genesis zieht nur, wenn man dafür "Invisible Touch" nimmt!
Du denkst also auch, dass sie kein Genesis Klon sind?
SGE!
Alles andere ist würg, ok, der FSV ist auch noch in Ordnung, immerhin bin ich Bornheimer und als solcher liebt man die Eintracht und den FSV. überhaupt ist Bornheim der beste Ort unter Gottes Sonne. Ihr zweifelt? Zweifelt nicht!


BBQ.Master
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Re: Marillion

Beitrag von BBQ.Master » Mi 19. Aug 2009, 18:54

Günes hat geschrieben:
BBQ.Master hat geschrieben:Ich habe mir gedacht "Gib Marillion eine Chance" und habe mir "Misplaced Childhood" gekauft - und gleich wieder weggelegt. Die Musik ist doch ein schlechter Witz! Der Vergleich mit Genesis zieht nur, wenn man dafür "Invisible Touch" nimmt!
Du denkst also auch, dass sie kein Genesis Klon sind?
Genau.
"It's better to burn out than to fade away ...because rust never sleeps." - Neil Young

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DocFederfeld
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Re: Marillion

Beitrag von DocFederfeld » Mi 19. Aug 2009, 19:56

Ich glaube, mein allerster Beitrag im Genesisforum vor über 5 Jahren war zum Thema Marillion - und den habe ich jetzt einfach von dort geklaut (und leicht redigiert, denn meine Meinung hat sich seitdem nicht geändert):

MARILLION habe ich 4x live gesehen (3x mit Fish und 1x mit Steve Hogarth). Für meine Antwort habe ich sogar alle vier Tickets aus einem alten Schuhkarton hervorgekramt - Juli '84, Dezember '84, November '85 und März '90...

An das erste Konzert von MARILLION habe ich nur noch wenig Erinnerung. Sie spielten auf dem Open Air in St. Wendel, nachmittags zwischen Billy Bragg und Sally Oldfield (Mike's Schwester). "Fugazi" war das aktuelle Album. Sehr witzig war, dass Billy Bragg, ein Punk-Folksänger allein mit E-Gitarre unangekündigt auf der Bühne erschien, als jeder schon MARILLION erwartete und ziemlich schlechte Karten hatte...

Das 2. Konzert, zur Promo von "Real To Reel" in Saarbrücken war allerdings sensationell. Die Band war immer noch ein Insidertip, die Halle sicher nur etwa 3/4 voll, aber dafür nur mit Fans und die Stimmung war sagenhaft. MARILLION hat u.a. die (spätere) erste Albumseite von "Misplaced Childhood" (ich besitze alle alten Alben auf LP). Die eigentliche "Misplaced"-Tour im folgenden Jahr hat mir dann schon weniger gefallen, inzwischen war "Kayleigh" auch in den Charts gewesen und so waren auch viele Leute da, die die älteren Songs nicht mehr kannten. Die "Seasons End"-Tour schliesslich... nun ja, mir gefiel das Album und auch Steve Hogarth als Sänger der neuen Songs, aber "Script For A Jester's Tear" z.B. war Fish's Song. Es war mein letztes MARILLION-Album überhaupt.

GENESIS kannte ich vor MARILLION und habe deshalb letztere immer "nur" als Kopie der Gabriel-Ära gesehen, eine Kopie, die glücklicherweise eben auch live zu sehen war. GENESIS habe ich inzwischen 4x live gesehen - aber die "Real To Reel"-Tour von MARILLION war wohl besser.

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